Matthias Platzeck ist wieder da. Fast sieben Jahre war Brandenburgs Ministerpräsident von der größeren Bildfläche verschwunden, seit seinem Rücktritt vom Bundesvorsitz der SPD. Nun ist er wieder präsent in Talkshows, überregionalen Nachrichten und Polit-Runden. Und das in seiner Paraderolle als Krisenmanager: War es einst der Einsatz gegen die Oder-Flut, der ihn bekanntmachte, versucht er es nun mit dem Pannenflughafen BER. Die Erwartungen sind groß, die Skepsis auch.

Beides liegt begründet in der Aufgabe, die er übernimmt, und in der Person Platzeck. Als Vorsitzender des Flughafen-Aufsichtsrates muss er das organisieren, was er einen Neustart nennt. Das klingt harmlos, als müsse nur noch einmal der Zündschlüssel umgedreht werden. In Wirklichkeit geht es um eine fundamentale Überprüfung des bisherigen Projekts und nachfolgende Um- oder Neubauten, das alles verbunden mit weitreichenden Personalwechseln in Geschäftsführung wie Kontrollgremien und vermutlich dem Ersetzen mancher Bau- oder Zulieferfirma. Kein Zweifel: Platzecks neuer Job ist einer der schwierigsten und undankbarsten, die gerade zu vergeben sind. Selbst das Amt des griechischen Ministerpräsidenten verspricht mehr Erfolg und Ruhm.

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