Berlin - Mehrere hunderttausend Menschen haben am Wochenende das 22. lesbisch-schwule Stadtfest in Berlin-Schöneberg gefeiert. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte das Stadtfest am Samstag eröffnet. Bis zum Sonntagnachmittag seien etwa 300.000 Menschen gekommen, sagte Dieter Schneider von der Stadtfestleitung.

Erwartet wurden etwa 400.000 Besucher, die Party soll um 22 Uhr enden. „Wir sind bislang rundum zufrieden“, sagte Schneider. Neben Wowereit hatten weitere Politiker und Prominente vorbeigeschaut.

Organisiert wird die auch Motzstraßenfest genannte Veranstaltung rund um den Nollendorfplatz vom Verein „Regenbogenfonds der schwulen Wirte“. Das Motto war wie in den Jahren zuvor „Gleiche Rechte für Ungleiche!“ „Das werden wir beibehalten, bis wir rechtlich gleichgestellt sind“, sagte Schneider.

Auf einer Fläche von 20 000 Quadratmetern und mehreren Bühnen wurden Musik, Unterhaltung und Essen geboten. Außerdem stellten sich mehr als 100 Projekte, Organisationen und Parteien vor. Darunter waren neben der Aids-Hilfe und der Schwulenberatung auch das Standesamt Tempelhof-Schöneberg sowie einige Kirchengemeinden. (dpa)