Berlin - Sie ist jung, hübsch und wird seit über einer Woche vermisst. Die polnische Polizei sucht nach der 17-jährigen Patrycija Zawadzka. Das Mädchen, das aus der Nähe von Warschau kommt, hatte sich in Berlin mit einem Mann getroffen. Von hier gab es einen mysteriösen Anruf bei ihrer Mutter. 

Beängstigendes Lebenszeichen vom Ostbahnhof

Am 23. April stieg Patrycija in einem Vorort von Warschau in einen Bus, machte sich auf den Weg in die deutsche Hauptstadt. Am 25. April klingelte dann plötzlich das Telefon von Patrycijas Mutter. Am anderen Ende war ihre Tochter. Nach Informationen polnischer Medien habe Patrycija geweint und ihrer Mutter gesagt, sie sei am Berliner Ostbahnhof. Dann sei die Verbindung unterbrochen worden.

Als ihre Mutter daraufhin die Rückruftaste drückte, sei ein Mann ans Telefon gegangen. Er habe Patrycija sein Handy gegeben, als sie ihn angesprochen und darum gebeten habe, kenne sie aber nicht weiter. Sie sei in Begleitung eines jungen Mannes gewesen, mit dem es offenbar einen Streit gegeben habe.  

Berliner Polizei kennt den Fall

Die Berliner Polizei kennt den Fall, wie eine Sprecherin auf Anfrage dieser Zeitung sagte. Mittlerweile gebe es allerdings einen neuen Hinweis, dass Patrycija zumindest vorübergehend in Hamburg gewesen sei. Daher sei man vorerst nicht  zuständig. 

Suchaufruf veröffentlicht

Freunde und Bekannte der 17-Jährigen sind nun in großer Sorge, niemand weiß, ob Patrycija möglicherweise einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Ob es vor ihrem Verschwinden möglicherweise Streit in er Familie gab, ist derzeit nicht bekannt. In den sozialen Netzwerken wurde nun ein Suchaufruf veröffentlicht. 

Die polnische Polizei nimmt den Fall ernst und ermittelt, mittlerweile gilt Patrycija offiziell als vermisst. Am Tag ihres Verschwindes trug sie eine schwarze Bomberjacke, graue Leggins, eine weiße Bluse und hatte eine rosafarbene Umhängetasche bei sich. Hinweise nimmt die polnische Polizei unter der Telefonnummer 0048-22-603-9450 entgegen. (tc)