Schon immer gehörte der Schauspieler Georg Preuße zu denen, die vom Publikum viel lieber ein „Schade, dass er jetzt schon geht!“ hörten als ein „Langsam nervt er“. Bei den „Jedermann“-Festspielen im Berliner Dom spielte er 2002 bis 2005 die Titelrolle. Die brachte ihm den Publikumspreis „Goldener Vorhang“ ein. Und Regisseurin und Produzentin Brigitte Grothum in den Jahren nach seinem Abschied Anfragen: „Wann spielt er wieder?“

Nun hat sie die gute Nachricht: Georg Preuße, der als Travestiestar Mary internationale Erfolge feierte und 1988 durch den Dichter Friedrich Dürrenmatt, der ihn in seinem Stück „Achterloo IV“ sehen wollte, zum ernsthaften Theater geholt wurde, kehrt als „Jedermann“ in den Berliner Dom zurück. Vom 16. bis zum 26. Oktober spielt Georg Preuße bei der 28. Ausgabe der hiesigen Jedermann-Festspiele die Titelrolle (Tickettelefon 4799 7447).

Dabei will er keine Kopie seiner früheren Interpretation der Hauptrolle liefern: „Mittlerweile habe ich genügend zeitlichen Abstand zu meinem letzten Jedermann. Heute sehe ich die Möglichkeit, neue Aspekte und Facetten in meine Darstellung einzubringen.“

Der Modedesigner Guido Maria Kretschmer ist sonst nicht so leicht in einen sprachlosen Zustand zu versetzen. Sein Lebenspartner Frank Mutters, mit dem er seit fast 29 Jahren zusammenlebt, hat das allerdings gerade geschafft. In der WDR-Sendung „Zimmer frei!“ tauchte der Maler überraschenderweise in der Rubrik „Lobhudelei“ auf. Was Kretschmer zunächst wunderte, denn seinen Mann kennt er eigentlich als jemanden, der sich bisher nicht vor einer Kamera zu ihrer Beziehung geäußert hat.

Als der dann zu einer Liebeserklärung ausholte („…mit Dir wird es nie langweilig… Ich bin wahrscheinlich für Dich geboren und Du für mich…“) wurde es in Kretschmers Augen schlagartig wässrig.

Die Sendung, die am 8. Februar ausgestrahlt wurde, hatte am Dienstagabend eine Nachwirkung. Moderatorin Christine Westermann hielt nämlich bei der Vernissage des Malers Frank Mutters in der nhow Gallery die Eröffnungsrede. Bei dieser Gelegenheit erzählte sie, dass sie den Maler vor Jahren auf einem Kreuzfahrtschiff kennengelernt hatte, auf dem seine Bilder ausgestellt wurden und er Passagieren Malunterricht gab: „Es war Liebe auf den ersten Blick!“

Zu ihrem 65. Geburtstag wurde Christine Westermann von Mutters als Kopfspringerin im Badeanzug auf Leinwand gebannt: „Ich bin dankbar, dass er nicht naturalistisch gemalt hat...“ Zum Schluss sprach sie in Richtung des befreundeten Künstlers eine Bestellung an das Universum aus: „Ich möchte in meinem nächsten Leben als Dein Hund zur Welt kommen.“

Guido Maria Kretschmer, der nicht alle Bilder seines Mannes toll findet („Er mag ja auch nicht alles, was ich mache“), entdeckte beim Betrachten der Ausstellung ein Bild, an dem er so sehr hängt, dass er einen Verkauf an Fremde verhindern möchte: „Das hing schon bei uns zu Hause. Ich kaufe das.“

Er hat sich da auch fachlichen Rat geholt: „Mein Steuerberater sagt: ‚Das geht!‘“ Unter den Gästen der Vernissage: die Schauspieler Katja Flint, Ulrike Folkerts und Manuel Cortez, Comedian Thomas Hermanns und Kabarettistin Gabi Decker. Für den Fall von Notfällen im äußeren Kopfbereich dankenswerterweise bei solchen Gelegenheiten immer in der Nähe: Friseur Udo Walz.