Berlin - Berlins längstes Graffiti mit einer Fläche von mehr als 1500 Quadratmetern an der Lichtenberger Brücke in der Nähe von U- und S-Bahnhof ist am Donnerstag fertiggestellt worden. Eingeweiht wurde das Kunstwerk am Nachmittag bei einer Openair-Vernissage. Neben der Graffiti-Crew selbst war auch Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro vor Ort.

Sieben Jahre lang arbeiteten mehr als 100 Künstler gemeinsam mit Jugendlichen aus Berlin, New York, Melbourne und Amsterdam an der Betonwand. Mit dem Projekt wollen sie zeigen, dass Graffiti eine alternative Kunst und damit Asdruck von Kreativität ist.

Zwischen Kunst und Sachbeschädigung

Zu sehen sind in sechs Abschnitten Szenen und Orte aus Lichtenberg: der Tierpark, das Rathaus und markante Häuser und Straßenzüge. Finanzielle Unterstützung kam vom Bezirksamt und von der Wohnungsbaugesellschaft Howoge.

Die Wandmalerei ist einer der ältesten überlieferte Kulturleistung der Menschheit. Ihre zeitgenössische Form, Graffiti, galt und gilt für viele jedoch als Sachbeschädigung. „Wir wollten Graffiti in die Legalität zurückbringen“, sagt Jan Becker, einer der Initiatoren des Projekts. Die bisherigen Reaktionen der Anwohner seien positiv. (BLZ)