Bürger in Lichtenrade fordern einen Tunnel, wenn in ihrem Ortsteil die geplante Bahn in Richtung Dresden und Flughafen BER gebaut wird. Doch bislang tat sich auf offizieller Ebene nichts, um diesem Ziel näher zu kommen. Jetzt hat das Bundesverkehrsministerium die Initiative ergriffen. Staatssekretär Michael Odenwald schrieb Berlins Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) und lud ihn zu einem Gespräch ein. „Ich halte das Thema für zu wichtig, dass man darüber nur über Dritte und nicht direkt miteinander spricht“, so Odenwald.

Er erinnerte Müller an die Koalitionsvereinbarung der Berliner SPD und CDU, wonach sich das Land für einen Tunnel im Verlauf der Dresdner Bahn in Lichtenrade einsetzt und einen Teil der Baukosten übernimmt. „Bislang gab es keinerlei Aktivitäten, um diese Formulierung konkret mit Leben zu füllen“, mahnte Michael Odenwald. Bislang sei kein Senatsvertreter an das Verkehrsministerium herangetreten.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak forderte den Regierenden Bürgermeister und Ex-Lichtenrader Klaus Wowereit (SPD) auf, endlich mit dem Bund zu sprechen. „Berlin ist hier in einer Bringschuld. Immerhin geht es hier um Berliner Bürger“, sagte er. (pn.)