Der Berliner Senat richtet noch in diesem Jahr eine Haftanstalt für islamistische Gefährder ein, die vor ihrer Abschiebung stehen. Dafür soll die bisherige Jugendarrestanstalt in Lichtenrade genutzt werden, weil sie besonders hohe Sicherheitsanforderungen erfülle. Das sei nötig, so heißt es bei der Senatsjustizverwaltung, um Fluchtversuche und Gefangenenbefreiungen zu verhindern. Bei einigen Anwohnern der bisherigen Arrestanstalt stoßen die Pläne auf Bedenken.

Die Menschen in dem Wohnviertel, das an die Gefängnismauern grenzt, haben es in den vergangenen Jahren schon öfter erlebt, dass der Senat die Insassenklientel austauscht. Viele Anwohner protestierten, als die Justizverwaltung im Jahr 2011 den Drogenfachbereich der Jugendstrafanstalt genau dorthin verlegen wollte, wo nun die Gefährder einziehen sollen. „Immer sollen die Problemfälle zu uns“, sagt Regina Bruskowski, die seit 28 Jahren in der Nachbarschaft lebt. Dass nun von Gefährdern, möglichen Fluchtversuchen und Gefangenenbefreiung die Rede ist, erfüllt sie mit Sorge.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.