Der Sarotti-Mohr in osmanischer Tracht war vor allem in der jungen Bundesrepublik allgegenwärtig.
Foto: DPA/Uwe Anspach

Berlin - Als er noch ein schwarzes Gesicht hatte, kannten ihn angeblich 98 Prozent der Deutschen. Damit wäre der Sarotti-Mohr der bekannteste Berliner gewesen. Als die Werbefigur im Jahr 1918 in Berlin entworfen wurde und erstmals zum Einsatz an der Schokoladen-Verkaufsfront zum Einsatz kam, stand der Erste Weltkrieg vor seinem Ende und Kaiser Wilhelm II. vor seiner Abdankung. Die deutschen Kolonien – und damit auch Kakao-Anbaugebiete – waren längst an die Sieger gefallen. Angesichts der Nachkriegsnot eine Genussoffensive zu beginnen, muss ein Wagnis gewesen sein: Jedoch wettete die schon damals traditionsreiche Berliner Schokoladen- und Konfisseriemarke Sarotti auf Konsumlust und Fernweh.

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