Abandoned Berlin: Vergessene Orte in der Hauptstadt

„Wenn es verboten ist, macht es Spaß.“  Dieser Leitspruch steht über dem englischsprachigen Blog von abandonedberlin, was so viel heißt wie „verlassenes Berlin“.

Der Ire Spudnik Ó Fathaigh kam im Jahr 2008 nach Berlin. Der Blogger ignoriert gerne die Verbotsschilder der Stadt, um vergessene Orte, alte Gebäude und verlassene Stätten mit seiner Kamera zu einzufangen. „Kratze an der Oberfläche, du weißt nie, was du finden wirst“, schreibt er auf seiner Seite. Und Spudnik Ó Fathaigh hat inzwischen viele stillgelegte Orte fotografisch hervorgekratzt und verewigt.

Die Fotos postet er mit einer kleinen Reportage zum jeweiligen Ort auf seiner Seite. Mit viel Mühe und Sprachwitz verknüpft er seine hochwertigen Fotos mit Hintergründigem. „Die Tankstelle steht an einer zentralen Stelle in Berlin. Seit dem Watergate-Skandal hat sie wohl kein Benzin mehr abgefüllt. Bin mir nicht sicher, ob diese beiden Ereignisse miteinander zu tun haben. Der Typ, der mich beim Fotografieren beobachtete, konnte mir das auch nicht sagen“, steht bei seiner Fotoreportage zu einer verlassenen Tankstelle von 1920.

Auch der Geisterbahnhof der Siemensbahn, die Eisfabrik, der Spreepark, das Ballhaus Grünau, der Güterbahnhof Pankow oder der Teufelsberg hat der Blogger vor seine Linse bekommen.

Fazit: Geniale Fotos mit liebevollen und humorigen Texten. Eine Seite, auf der man sich stundenlang an einem verregneten Sonntag durchklicken kann. Ein Must-Click!

www.abandonedberlin.com

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Berlin Reified: Gegen den Hunger

Hunger und keine Lust auf Döner und Co? Die in Mumbai geborene und in den Staaten aufgewachsene Food-Bloggerin Sylee Gore bringt da vielleicht Abwechslung in die Mittagspause. 2006 ging ihre Homepage Berlin Reified online. Seit dem schlemmt sie sich durch Berlin. Neben Design und Berlin-Schnappschüssen liegt der Fokus ihres englischsprachigen Bloggs auf Essen, gutem Essen. 

Unter „Guide“ listet Sylee Gore alphabetisch lohnenden verschiedene Restaurants, Cafés, Patisserien und Läden auf, verlinkt sie mit Karte und Text. Die entsprechenden Fotos dazu gibt es natürlich auch. Ihre Berichte über Location, Publikum und Essen sind sehr persönlich, was die Texte lesenswert macht.

„Am Abend ist `Das Lokal‘ überfüllt mit hübschen Menschen. Aber an einem Sonntagnachmittag ist es fast leer. Die Angestellten lächeln und sobald einem der Löffel auf den Boden fällt, wird einem ein neuer gebracht“, schreibt sie beispielsweise über ‚Das Lokal‘ in Mitte. Die Seite wirkt frisch und aufgeräumt, so dass es Spaß macht, sich durch die Navigation zu klicken. Vor allen die Verlinkung mit den Straßenkarten ist praktisch.

Fazit: Das Blog setzt nicht auf Masse, sondern auf persönlich ausgewählte Berliner Schlemmerperlen. Unbedingt hungrig durchklicken und dann alles gleich ausprobieren.

www.berlinreified.com

Berlinreified bei Facebook: www.facebook.com/berlinreified

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