Berlin - Der alte Profi wundert sich, und dann gratuliert er. Bernhard Brink stand am Montagabend staunend in der Kleinen Arena des Tempodroms und erlebte die Präsentation des Debütalbums der Sängerin Linda Hesse. Von der kannte er bisher nur den Song „Ich bin ja kein Mann“, der es 2012 zum Überraschungshit im Radio brachte.

Was Brink angesichts der aufgefahrenen Technik wunderte, war der gigantische Aufwand, der getrieben wurde: „Ich weiß, was so etwas kostet und freue mich, dass einem Nachwuchstalent so etwas geboten wird.“ Linda Hesse ist das neue Pferdchen im Stall von Managerin Veronika Jarzombek, die am Beispiel des schüchternen Erfurter Mädchens Yvonne Catterfeld schon mal bewiesen hat, dass sie Stars machen kann. Am Montagabend durften 150 Leute Linda Hesses erstes Album „Punktgenaue Landung“ zum ersten Mal hören und reagierten begeistert.

Bei Linda Hesse, der aus Halberstadt stammenden Wahl-Berlinerin, kommt auch im Stress die Lieblingssucht nicht zu kurz: „Sogar direkt vor so einem wichtigen Auftritt kann ich als Facebook-Junkie nicht anders: Ich muss was posten.“ Nächste Woche wird sie ihr Weihnachtslied „Santa Claus kommt einmal im Jahr“ auf ihrer Facebookseite zum Gratis-Download anbieten.