Linke bekennen sich am Dienstag auf der einschlägigen Internetseite Indymedia zu dem Anschlag auf das Wahlkreisbüro des Berliner SPD-Abgeordneten Frank Jahnke. Mitarbeiter fanden die große Glasscheibe des Ladenbüros in der Goethestraße 15 am Montagmorgen zerstört vor.

Die Bekenner des Anschlags protestieren damit gegen die anstehende Räumung eines illegalen Camps in Berlin-Charlottenburg. „Nachdem die Raeumungsankuendigungen an dem das Geleande umgebenden Zaun bereits in den vergangenen Tagen besprueht wurden haben wir in der vergangenen Nacht die Scheiben vom Wahlkreisbuero der SPD Charlottenburg-Wilmersdorf in der Goethestrasse 15 zerstoert“, heißt es auf der Seite.

In dem illegalen Zeltlager, das unweit vom Kurfürstendamm zwischen der Heilbronner Straße und dem Bahndamm liegt, leben überwiegend Rumänen, berichtet der Tagesspiegel. Der Grundstückseigentümer möchte das Gelände zum 31. Mai 2016 räumen. Das Bezirksamt will den Bewohnern noch eine Frist von zwei Wochen einräumen, ist aber prinzipiell mit der Räumung einverstanden. (BLZ)