Vermutlich hatte man in Berlins rot-rot-grünem, also doch hauptsächlich linken Senat damit gerechnet, dass sich das Problem schlicht mit dem eigenen Amtsantritt erledigt. Linke Gewalt unter R2G? Ja, woher denn? Wir geben denen doch gar keinen Anlass! Oder, um es in der süßlichen Sprache der Social Media zu sagen: Wir liiieben Linke! Herz-Emoji!

Doch die intuitive Devise „Wir lassen euch in Ruhe, ihr lasst uns in Ruhe“ war eine Fehleinschätzung – wie die jüngsten Straßenschlachten in und wegen der Rigaer Straße, inklusive Pflastersteinwürfen auf Polizisten, Autobränden, Scheibenbruch und Barrikadenfackeleien belegen. Es rächt sich nun, dass die drei Berliner Bündnispartner das Thema Linksextremismus und insbesondere Gewalt von links in ihrem Koalitionsvertrag nicht einmal einer Erwähnung wert fanden.

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