Das Auto wurde durch die Attentäter schwer beschädigt.
Foto: GdP

BerlinAuf die Gewerkschaft der Polizei (GdP) haben Linksextreme einen Anschlag verübt. Unbekannte drangen in der Nacht zum Mittwoch an der Kurfürstenstraße in eine Tiefgarage eines Hauses ein, in der die GdP ihre Geschäftsstelle hat. Die Täter beschädigten unter anderem einen Transporter, der für die Betreuung von Polizisten genutzt wird.

An dem Fahrzeug zerstachen sie Reifen und schlugen die Scheiben ein. Ins Wageninnere schütteten sie übelriechende Flüssigkeit und entleerten im Fahrzeug einen Feuerlöscher.

Die Tat steht offensichtlich im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Europäischen Polizeikongress am 4. und 5. Februar in Berlin. An die Garagenwand sprühten die Täter eine Parole gegen den Polizeikongress.

Die Scheiben wurden eingeschlagen.
Foto: GdP

Auf der linksextremen Internetseite Indymedia wurde dazu ein Selbstbezichtigungsschreiben veröffentlicht. Unter anderem begründen die Autoren die Tat damit, dass sich die GdP für die Verschärfung der Widerstands- und Landfriedensbruchs-Paragraphen eingesetzt habe. Die GdP sei ein „von Nazis durchsetzter, rassistischer Scheißverein“. Zugleich wird zu einer Demonstration am 31. Januar in Neukölln gegen den Polizeikongress aufgerufen.

Diese Botschaft im Internet legitimiert nach den Worten der stellvertretenden GdP-Landesvorsitzenden Kerstin Philipp die „menschenverachtenden Ansichten der Extremisten“. Unter anderem erklärte Philipp: „Sie deklarieren uns als Feinde und Gefährder der Demokratie, diffamieren aber jene, die gewährleisten, dass Demokratie überhaupt Bestand hat. Die GdP steht seit 70 Jahren für die demokratischen Werte unseres Rechtsstaates. Unsere Kolleginnen und Kollegen sorgen tagtäglich dafür, dass die dafür nötigen Gesetze auch eingehalten werden.“