Friedrichshain - Nach den Gerichtsentscheiden zugunsten des Hauseigentümers der Rigaer Straße 94 bereitet sich die linksradikale Szene „auf den Tag X“ vor. Die Polizei rechnet mit Demos, aber auch mit gewalttätigen Ausschreitungen. „Was jetzt auf den Nordkiez und die mit der Rigaer 94 verbundenen und solidarischen Strukturen zukommt, kennt nur eine Antwort: Widerstand auf der Straße“, heißt es etwa auf dem Szeneportal Indymedia.

Grund sind zwei Richtersprüche aus der vergangenen Woche. Das Kammergericht hatte mehrere Landgerichtsbeschlüsse aufgehoben und die Eintragung des Eigentümers – die Lafone Investments Ltd. – im britischen Handelsregister wie auch die Vertretungsvollmachten der deutschen Anwälte für gültig erklärt. Lafone ist eine sogenannte Vorratsgesellschaft, mit der Steuern vermieden werden. Laut Auskunft der Anwälte verbirgt sich dahinter ein Berliner, der aus Angst vor Übergriffen aus der linken Szene anonym bleiben wolle.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.