23.30 Uhr, Kreuzberg

8000 Demonstranten bei der Revolutionären Demo, 5400 Polizisten, 40 Festnahmen und Zehntausende, die friedlich feiern: Das war der 1. Mai in Berlin. Wir schließen jetzt diesen Liveticker und wünschen eine gute Nacht. 

23.06 Uhr, Kreuzberg

Der SPD-Innenexperte Tom Schreiber ist bei der "Revolutionären 1. Mai Demonstration" attackiert worden. „Ich wurde gezielt angegriffen“, teilte er über Twitter mit.

Ein Mann sei mit einer Flasche auf ihn losgegangen, sagte er der dpa. Ein anderer habe ihm Schläge angedroht. Er sei unverletzt geblieben. Sein Parteifreund, Innensenator Andreas Geisel teilte mit, es sei unerträglich, wenn Abgeordnete angegriffen würden. 

23.02 Uhr, Görlitzer Park

Am Görlitzer Park werden Verletzte versorgt. 

22.51 Uhr, Spreewaldplatz

Der Spreewaldplatz liegt verlassen da. Übrig bleibt der Müll: vor allem Glasflaschen und Plastikflaschen, aber auch Raketenreste. Ein paar Flaschensammler sind unterwegs. Polizei-Fahrzeuge fahren weg. 

22.42 Uhr, Görlitzer Park

Im Görlitzer Park geht die Party weiter. 

22.20 Uhr, Pariser Platz

Heute Nachmittag hat ein Mann versucht, bei der Kundgebung "Für die Deutsch-Israelische Freundschaft" eine Frau anzuzünden, die eine Israel-Flagge am Körper trug. Das berichtet am Abend die B.Z. Die 60-Jährige war demnach auf dem Pariser Platz und hatte sich die Flagge um die Schultern gelegt. Ein Unbekannter hielt ein Feuerzeug an die Flagge, ein 22-jähriger Zeuge konnte Schlimmeres verhindern.

22.19 Uhr, Skalitzer Straße

Von der Skalitzer Straße sind bereits erste LKW für den Bühnenabbau an das Myfestgelände vorgelassen worden. 

22.15 Uhr, Kottbusser Tor

Am Kotti sind die Ampeln bereits wieder in Betrieb und Autos rollen wieder. Der U-Bahnhof ist allerdings noch gesperrt. 

22.09 Uhr, Kreuzberg

Polizeipräsident Klaus Kandt ist mit dem Verlauf des 1. Mai zufrieden. Das Konzept sei voll aufgegangen, sagte er im RBB-Fernsehen. Bislang habe es etwa 40 Festnahmen gegeben. Der Einsatz sei aber noch nicht zu Ende. Er sei zuversichtlich, „dass wir auch in der Nacht die Dinge voll im Griff haben werden“.

Der G20-Gipfel in Hamburg, zu dem Anfang Juli linke Protest-Gruppen aus ganz Europa erwartet werden, hat laut Kandt keinen Einfluss auf die Demo in Berlin gehabt. 

21.12 Uhr, Spreewaldplatz

Der Platz leert sich, die Rangeleien lösen sich langsam auf. Bis vor Kurzem wurden hier noch Gegenstände geworfen. Unsere Reporter haben Flaschen, Steine, einen Stuhl und einen Einkaufswagen fliegen sehen.

21.03 Uhr, Spreewaldplatz

Am Spreewaldplatz hat sich die Lage etwas entspannt, es gibt aber noch immer Rangeleien. Die Sanitäter haben viel zu tun und behandeln vor allem Leute, die Pfefferspray in die Augen bekommen haben.  

21.00 Uhr, Hamburg

Blick nach Hamburg: Die "Revolutionäre 1. Mai Demonstration" im Norden ist ohne Zwischenfälle zu Ende gegangen. 2500 Demonstranten zogen von der Sternschanze bis zum Jungfernstistieg. Die Polizei hielt Wasserwerfer in Bereitschaft und beobachtete die Lage von einem Hubschrauber aus.

In den vergangenen Jahren war es im Anschluss an die Mai-Demonstration immer wieder zu Ausschreitungen von Autonomen gekommen. In zwei Monaten findet der G20-Gipfel in Hamburg statt, zu dem Anfang Juli Linksextermisten aus ganz Europa in Hamburg erwartet werden. 

20.57 Uhr, Kreuzberg

Laut Polizei wurden heute während der Demo aus einem Haus Eier auf Polizisten geworfen. 

20.51 Uhr, Wrangelstraße

Die Wrangelstraße, die ja eigentlich ihre besten Jahre in Sachen Nachtleben hinter sich hat und nunmehr meist noch von Touristen bevölkert wird, kann es noch: Vor den Kneipen hier wird sich gerade warmgetanzt. Vor dem Koffain an der Ecke Lübbener Straße stehen und hüpfen sicher 500 Leute vor den Boxen. Und die vergangenen Mai-Abende haben bewiesen: Kreuzberger Nächte sind lang - nicht nur im Sinne von Krawall, sondern auch von friedlichen Festen.

20.44 Uhr, Spreewaldplatz

Flaschen und Steine werden geworfen. Die Polizei nimmt Demonstranten fest. 

20.40 Uhr, Spreewaldplatz

Auf dem Spreewaldplatz ist es voll. Unter die Demonstranten haben sich Feiernde gemischt. Immer noch gibt es viele Rangeleien, ein Böller ist explodiert. Ein Teil der Demontranten ist in Richtung Lausitzer Platz gerannt. Sie liefern sich Verfolgungsjagden mit der Polizei. 

20.37 Uhr, Kreuzberg

Die Polizei erklärt: Pfefferspray wurde eingesetzt, weil Beamte zuvor mit Fahnenstangen angegriffen wurden. 

20.34 Uhr, Spreewaldplatz

20.31 Uhr, Olauer Straße

Die Demo erreicht gleich den Spreewaldplatz - und damit ihren Endpunkt. Ein Transparent wird beschlagnahmt. Im Vergleich zu anderen Demos früher war es bisher insgesamt einigermaßen ruhig

20.23 Uhr, Schlesisches Tor 

Der U-Bahnhof Schlesisches Tor ist wieder geöffnet.

20.22 Uhr, Reichenberger Straße

Die Demo zieht jetzt einigermaßen zügig durch die Reichenberger Straße in Richtung Spreewaldplatz. 

20.20 Uhr, Kreuzberg

Polizeipräsident Klaus Kandt spricht von 300 Demonstranten der „Kategorie rot“, die die Polizei als gewaltbereit einschätzt. Weitere 800 der „Kategorie gelb“ werden als Unterstützer eingestuft. Insgesamt nehmen etwa 8000 Menschen an der Demo teil 

20.16 Uhr, Kreuzberg

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Polizeipräsident Klaus Kandt haben die Entscheidung verteidigt, die „Revolutionäre 1. Mai Demonstration“ durch Berlin-Kreuzberg ziehen zu lassen, obwohl sie nicht angemeldet war. „Wir haben vermieden einzugreifen, um keine Eskalation auf das Fest zu tragen“, sagte Kandt.

20.07 Uhr, Pannierstraße

Gerangel an der Spitze der Demo. Pfefferspray wird eingesetzt. 

20.06 Uhr, Pannierstraße

Die Demo zieht weiter.

20.05 Uhr, Ecke Pflügerstraße

Unser Reporter Dominik Mai ist zur Zeit vorn im Demonstrationszug und berichtet: "Die Stimmung wird immer aggressiver und kippt gerade." Es gibt viele Rangeleien mit der Polizei, die meisten sind vermummt, es fliegen immer wieder Gegenstände. Die Demo zieht weiter die Pannierstraße entlang. 

20.04 Uhr, Pannierstraße

Die Stimmung ist sehr aufgeheizt und es herrscht großes Drucheinander. Der Demo-Zug stoppt. Durch die Enge der Straße schubsen sich Demonstranten und Polizisten immer wieder gegenseitig. Das Demo-Medi-Team muss eine verletzte Person behandeln.

19.59 Uhr, Skalitzer Straße

Die Polizei hat einen herrenlosen Pitbull aufgegriffen. 

19.50 Uhr, Kreuzberg

Die Polizei hat zwei Demonstranten festgenommen.

19.49 Uhr, Pannierstraße

Der Aufzug stoppt wieder, vermutlich wegen des Versuchs einer Festnahme. Daraufhin werden von einem Balkon Böller geworfen.

19.46 Uhr, Pannierstraße

Die Demo zieht jetzt durch die Pannierstraße Richtung Glogauer Staße. 

19.41 Uhr, Kurfürstendamm

Währenddessen läuft Bärgida mit etwa 40 Teilnehmern über den KuDamm. 

19.40 Uhr, Görlitzer Park

19.35 Uhr, Skalitzer Straße

Was nach der Demo in Kreuzberg bleibt? Party. 

19.33 Uhr, Kreuzberg

Immer wieder werden Raketen gezündet - im Aufzug bricht daraufhin jedes Mal Jubel aus. 

19.24 Uhr, Maybachufer

Die Demonstration hat das Maybachufer erreicht. 

19.23 Uhr, Kreuzberg

Vorne im Zug fliegen die Böller, weiter hinten ist es ruhiger, viel weniger aggressiv. Die Leute tragen nicht schwarz, sondern bunte Kleidung. Vermummte sieht man gar nicht. 

19.19 Uhr, Kreuzberg

So ist gerade die Lage bei der Demonstration: 

19.18 Uhr, Kreuzberg

Vereinzelt werden Flaschen gegen Polizisten geworfen, berichtet die Polizei. 

19.16 Uhr, Skalitzer Straße

Genau hier, an der Ecke zwischen Skalitzer und Wiener Straße, wo gerade die revolutionäre 1. Mai-Demo vorbeizieht, brannte vor 30 Jahren Bolle. Jürgen Apelt war in dieser Nacht auch in Kreuzberg unterwegs. "Aber weiter oben, bei einem Kumpel, vom Brand habe ich nichts mitgekriegt", sagt der 67-Jährige. 

Das Myfest, das heute Krawallen entgegenwirken soll, findet er nicht mehr so gelungen, wie in den ersten Jahren. "Die Leute kommen nur zum Saufen - und wenn sie voll genug sind, gibt es Schlägereien."

19.15 Uhr, Kreuzberg

Der Demozug wird an beiden Seiten von der Polizei begleitet und läuft sehr zügig seine Route 

19.14 Uhr, Kreuzberg

19.12 Uhr, Kreuzberg

Ein kurzes Video von der Demonstration: 

19.11 Uhr, Kreuzberg

Am Straßenrand stehen staunende Touristen. Immer wieder werden Böller aus dem Demonstrationszug heraus geworfen. Am Straßenrand werden Videos und Fotos von der Demo gemacht. 

19.09 Uhr, Kreuzberg

Und immer wieder: Bengalos in Kreuzberg.

19.02 Uhr, Kreuzberg

Bei der Demo werden viele Böller geworfen. Zahlreiche Demonstranten sind vermummt. Einige sammeln Pflastersteine ein. 

18.57 Uhr, Kreuzberg

Die Polizei am Rand wirkt etwas traurig, weil die Veranstalter der Demo jede Kooperation mit ihnen ablehnen. 

18.55 Uhr, Adalbert-Straße

Die Demo zieht offenbar vorerst nicht über das Myfest.

18.44 Uhr, Oranienplatz

Es geht los. 

18.38 Uhr, Oranienplatz

Hinten qualmt der Nebeltopf, vorne glänzt das Einhorn. 

18.36 Uhr, Oranienplatz

Bengalos gibt es auch - schon bevor die Demonstranten losgelaufen sind. 

18.30 Uhr, Oranienplatz

Die Stimmung vor der Demo ist gelöst. In der Menge sind auch Kinder.

18.24 Uhr, Oranienplatz

Die Musik ist aus auf dem Oranienplatz, jetzt folgt die Kundgebung. Die Demonstranten gehen in Aufstellung. Über dem Platz schwebt ein Polizei-Hubschrauber. 

18.20 Uhr, Oranienplatz

Für die Polizei ist die Demonstration eine Herausforderung. Innensenator Andreas Geisel (SPD) kündigte an: "Wir setzen auch in diesem Jahr wieder auf die bewährte Doppelstrategie: Kommunikation, solange es friedlich bleibt und hartes Durchgreifen gegen Gewalttäter." Trotz verweigerter Anmeldung sieht die Polizei keinen Grund für ein Verbot. "Die Polizei ist Garant der Versammlungsfreiheit in unserem Land", so Geisel.

Die Polizei ist am Abend mit 5300 bis 5400 Beamten im Einsatz. Mit kleineren Einsätzen zuvor werden es insgesamt 5500 bis 6000 Polizisten sein. Unterstützung kommt aus Bayern, Hessen, Brandenburg, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz und von der Bundespolizei. Zehn Staatsanwälte und sechs Richter sind in der Nacht im Dienst, damit schnell Haftbefehle ausgestellt werden und Randalierer in der Untersuchungshaft festgehalten werden können.

18.11 Uhr, Myfest

Und so sehen die geschlossenen Eingänge auf dem Myfest aus:

18.02 Uhr, Oranienplatz

Der Orianenplatz füllt sich immer mehr. In einer halben Stunde startet hier die "Revolutionäre"-Demo.

17.53 Uhr, Paris

Blick nach Frankreich: In Paris sind bei Krawallen am Rande der Demonstration zum 1. Mai vier Polizisten verletzt worden. 

Wie Innenminister Matthias Fekl mitteilte, wurden die Beamten von „mehreren Dutzend“ Demonstranten mit „zahlreichen Molotow-Cocktails“ attackiert. Einer der Beamten habe schwere Verbrennungen im Gesicht erlitten, ein anderer sei schwer an der Hand verletzt worden.

17.51 Uhr, Myfest

17.49 Uhr, Myfest

17.47 Uhr, Oranienplatz

Nach Informationen des rbb soll die "Revolutionäre 1. Mai"-Demo erst um 18.30 Uhr starten, also eine halbe Stunde später als geplant.

17.41 Uhr, Myfest

Das Straßenfest ist teilweise übervoll. Einige Zugänge seien geschlossen worden, twitterte die Polizei.

Mehrere Zehntausend Menschen feiern. "Das Fest ist sehr gut ausgelastet", sagte Polizeisprecher Winfrid Wenzel. Er zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Tages und sprach von einem ruhigen, feierfreudigen 1. Mai. "Für uns ist der Tag bislang einfach schön."

17.35 Uhr, Myfest

Hauptsache laut muss es sein, wenn es nach Finley Dalmer geht. "Die Musik ist cool", sagt der Siebenjährige. Er ist mit seinem Bruder (13), seiner kleinen Schwester (1) und seinen Eltern aus Köpenick zum Myfest gefahren, wie jedes Jahr. "Wir kommen immer, wenn hier was los ist. Diese Vielfalt, das ist toll", sagt Mutter Carmen. An ihrem Kinderwagen sind pinke Luftballons gebunden, die in der Luft tanzen. Ordentlich geschlemmt wurde auch schon: "Ich hatte eine Falafel, die war super", sagt Finley.

17.33 Uhr, Görlitzer Park

17.27 Uhr, Kottbusser Straße

Der Demonstrationszug ist jetzt am Ziel angekommen. In kleineren Gruppen sollen die Leute zurück zum Mariannenplatz gehen. Diese linksradikale Demo verlief insgesamt friedlich.

17.23 Uhr, Kreuzberg

Laut Polizei sind bei der antikapitalistischen Demonstration etwa 1000 Teilnehmer unterwegs.

17.19 Uhr, Myfest

Zwischendurch eine Service-Info. Myfest, das heißt immer auch: Viel Bier, viel Bowle - und alle damit verbundenen Notwendigkeiten. Der Run auf Toilettenwagen und Dixis ist erfahrungsgemäß groß. Vor zwei Jahren war gar von chaotischen Zuständen die Rede, weil sich Besucher aufgrund fehlender Sanitätseinrichtungen in die Hauseingänge erleichterten. In diesem Jahr scheinen die Veranstalter besser vorgesorgt zu haben: An allen großen Kreuzungen sind Toilettenwagen zu sehen, auch die Öko-Variante mit Sägespänen gibt es.