Berlin - Die neue S-Bahn war knapp drei Stunden im Einsatz, da war die Fahrt schon wieder zu Ende. „Zwischen Schöneweide und Oberspree hatte jemand einen Gartenstuhl auf die Strecke geworfen“, sagt S-Bahn-Chef Peter Buchner. Premierenzug 483 001 musste ins Werk Grünau. „Glücklicherweise wurde kein Schaden festgestellt“, so Buchner. „Noch am Neujahrstag konnte der Zug wieder in den Betrieb zurückkehren.“ Völlig reibungslos hat der Start der neuen S-Bahn-Generation für Berlin und Brandenburg nicht begonnen. Dennoch sehe es so aus, als ob er unter einem guten Stern steht. „Bislang haben wir von den Kunden nur positive Rückmeldungen erhalten“, sagt der S-Bahn-Chef. Für Neubaufahrzeuge sei das „eher ungewöhnlich“.

Hermannstraße, Neukölln, Köllnische Heide, Baumschulenweg. In der neuen S-Bahn, die an diesem Nachmittag auf der Linie S47 unterwegs ist, hört man fast kein Fahrgeräusch. Die Drehstrommotoren, die in älteren Zügen wesentlich zum kernigen S-Bahn-Sound beitragen, sind drinnen kaum zu hören. In den klimatisierten Wagen ist es so leise, dass man sich fragt, ob sie überhaupt fahren. In der vornehmen Stille scheinen sich die Fahrgäste entsprechend zu benehmen.

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