Er ist so etwas wie ein Bahn-Chef auf regionaler Ebene. Er vertritt die Interessen der Deutschen Bahn, hält Kontakt zu Parteien, Medien und Verbänden. Nun wird der Posten des Konzernbevollmächtigten der Bahn für Berlin neu besetzt. Wie jetzt bekannt wurde, wird Alexander Kaczmarek ihn zum 1. Juli übernehmen.

Dem 52-Jährigen ist Berlin nicht fremd. Kazmarek wurde hier geboren, er war Regierungsrat in der Senatsverwaltung, und er war jahrelang verkehrs- sowie haushaltspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Dort erwarb er sich auch den Respekt der Opposition. Der diplomierte Volkswirt, der außerdem Verkehrswesen studiert hat, kennt sich nicht nur im Berliner Verkehr aus – er hat sich auch mit Finanzierungsthemen vertraut gemacht. Wie Ingulf Leuschel, der jetzige Berliner Konzernbevollmächtigte, verreist auch Kaczmarek oft mit dem Zug. Seit 2007 ist er bei der Bahn, seit 2013 als Konzernbevollmächtigter für Sachsen-Anhalt.

Der gebürtige Hamburger Leuschel vertritt die Bahn seit 2006 in Berlin. Ab Juli wird er die deutschen Konzernbevollmächtigten koordinieren. Dass der 67-Jährige seinen Posten Kaczmarek überlässt, liegt nicht daran, dass man bei der Bahn unzufrieden mit ihm wäre. Es ist der Übergang in den Ruhestand, den Leuschel im März 2016 antritt – nach 50 Jahren bei der Bahn.