Vorhang auf für die Mega-Party! Im Olympiastadion ist der erste Tag des diesjährigen Lollapalooza-Festival zuende gegangen. Als Highlights gab es Konzerte von Casper, K.I.Z., The Weeknd, The National und David Guetta. Bis zu 70.000 Besucher kamen ins Olympiastadion und den Olympiapark nach Westend. Nach Angaben der Veranstalter kamen jedoch 10.000 Besucher weniger als im Vorjahr, als das Festival noch auf der größeren Rennbahn Hoppegarten in Brandenburg stattfand. Wir machen den Check, ob wie der erste Tag gelaufen ist.

Die An- und Abreise

Im Vergleich zum letzten Jahr verlief die Anreise entspannt mit der S-Bahn. Keine überfüllten Ausgänge und kein Chaos an den Bahnstationen. Wer mit dem Auto kam, hatte allerdings Pech. Parkplätze gab es so gut wie keine. Auch die Abreise verlief bis jetzt noch entspannt. Die S-Bahn erhöhte den Minutentakt und fährt die ganze Nacht durch - wenn auch nur alle 30 Minuten.

Bargeldloses Bezahlen

Wenn es ums Geld geht, gehen in Berlin die Probleme los. Am Festival konnte man - wie bereits auch im vergangenen Jahr - nur bargeldlos bezahlen. Und genau das war der Haken. Zu viele Besucher hatten sich kein Guthaben im Vorfeld auf ihren Chip geladen und mussten so rund eine Stunde vor den Automaten Schlange stehen. Sie nahmen es gelassen. Berlin eben. War das Guthaben aufgeladen, funktionierte das bargeldlose Bezahlen mit dem Chip aber einwandfrei.

Die Toiletten

Man mag es kaum glauben, aber im Vergleich zum Vorjahr konnte man richtig entspannt zu den Toiletten schlendern. Kaum Schlangen, denn alle Toiletten des Olympiastadions konnten mitbenutzt werden – insgesamt  319 festverbaute WCs sowie 495 Urinale. Zusätzlich standen auf dem Festivalgelände 650 Dixi-Klos und 200 mobile Urinale. Anstehen war also gestern.

Der Glitzerfaktor

Hoch (siehe Bilder oben). Dem Festival entsprechend bunt, auffallend und extravagant. Was anders sollte man auch nicht erwartet haben.

Essen und Trinken

Nach vier Jahren passte sich auch die Essensauswahl der Größe des Festivals an. Das Angebot war massig, allerdings sehr kommerziell: Pommes, Currywurst, Burritos, Burger, Käsespätzle, Falaffel, Pizza, Pulled Pork, gebratene Nudeln und was es sonst noch so an Fast Food gibt.  

Die Getränkeauswahl war eher bescheiden. Vodka und Bierauswahl waren sehr kommerziell, dafür die Getränkepreise umso höher. Einen Softdrink gab es für 4 Euro. Einen Longdrink für 11 Euro.

Fail des Tages

Viele Fans sind extra wegen David Guetta zum Lollapalooza gekommen. Aber damit hatten sie offenbar nicht gerechnet. An der Perry's Stage im Olympiastadion gab es wegen Überfüllung schon lange vor Beginn seines Auftritts einen Einlassstopp. Die Schlange ging raus bis aufs Maifeld. "Wir sind extra wegen David Guetta hergekommen", sagen drei frustrierte Berliner. "Wenn das hier nichts wird, werden wir wohl wieder fahren."

Das Wichtigste: Die Musik

Das Lollapalooza-Festival ist - man vergisst es manchmal - ein Musikfestival. Ein Mainstream-Musikfestival. Besucher konnten zwischen Partymusik á la David Guetta und bekannten Independent-Bands mit erstaunlich vielen politischen Botschaften (Casper, The National, K.I.Z.) hin- und her schlendern. Je nach Laune.

Die Medaille für die längste Schlange bekommt eindeutig DJ David Guetta - und nicht der Geldaufladeautomat. (MP)