Lollapalooza in Hoppegarten: : Bürgermeister Karsten Knobbe will Wiederholung

Nach dem Abreise-Chaos am ersten Abend des Lollapalooza-Festivals in Hoppegarten, fühlen sich Kritiker des Festivals in der brandenburgischen Ortschaft bestätigt.

„Ein Festival dieser Größenordnung gehört weder in eine Gemeinde mit 18 000 Einwohnern noch in ein Landschaftsschutzgebiet“, sagte der Sprecher des Aktionsbündnisses für den Erhalt der Rennbahn im Grünen“, Sven Francke der Berliner Zeitung. Der Veranstalter habe „mögliche Verletzte offenkundig billigend in Kauf genommen“.

Wiederholung bei Optimierung möglich

Der Bürgermeister der Gemeinde Hoppegarten, Karsten Knobbe (Linke) sprach am Sonntag von einem „nicht optimal funktionierenden Bus-Shuttle“, schließt ein weiteres Festival in dieser Größenordnung in seiner Gemeinde aber nicht aus. „Bei einer Optimierung ist so eine Großveranstaltung in Hoppegarten auch künftig einmal im Jahr möglich“, sagte Knobbe der Berliner Zeitung.

Eine der Ursachen für das nächtliche Chaos am Wochenende sieht Knobbe in dem Fakt, dass wegen Bauarbeiten zurzeit nur ein Gleis der S-Bahn befahrbar sei.

Am Samstagabend hatten tausende Menschen stundenlang auf dem Festivalgelände und am Bahnhof Hoppegarten gewartet, 30 Personen erlitten Kreislaufprobleme oder Schwächeanfälle. (BLZ)