Nachfolgerin gesucht: Die am Sonntag zurückgetretene Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke), hier im Bild mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD).
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BerlinDie Spitze der Berliner Linken will am Mittwoch über die Nachfolge der zurückgetretenen Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) beraten. Allerdings sei offen, ob sich der geschäftsführende Landesvorstand bereits auf einen konkreten Kandidaten oder eine Kandidatin verständigen werde, sagte eine Parteisprecherin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Es bleibe dabei, dass die Parteigremien sich zeitnah verständigten und einen Vorschlag unterbreiten wollten. Ziel sei, dass das neue Senatsmitglied in der Sitzung des Abgeordnetenhauses am 20. August vereidigt werden könne.

Lompscher war am Sonntag zurückgetreten und hatte das mit Fehlern bei der Abrechnung und Versteuerung ihrer Bezüge aus Tätigkeiten als Verwaltungs- und Aufsichtsrätin landeseigener Unternehmen begründet. In der rot-rot-grünen Koalition haben die Linken das Vorschlagsrecht für die Leitung des Ressorts für Stadtentwicklung. Parteichefin Katina Schubert hatte am Montag deutlich gemacht, dass es das Ziel sei, den Posten möglichst wieder mit einer Frau zu besetzen.

Bei der Senatssitzung am Dienstag wurde die Stadtentwicklungsverwaltung durch Staatssekretär Sebastian Scheel vertreten. Ein anderes Mal soll die Staatssekretärin und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher am Senatstisch Platz nehmen. Laut Geschäftsordnung des Senats ist Umweltsenatorin Regine Günter (Grüne) die Vertreterin für notwendige Amtshandlungen in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die die zwei Staatssekretäre nicht übernehmen dürfen, zum Beispiel, wenn Gesetze unterzeichnet werden müssen. (mit dpa)