Luftdruckwaffe beschlagnahmt: Terrorverdächtiger nach Razzia auf freiem Fuß

Nach zwei Razzien in Berlin wegen Terrorverdachts ist ein 28-Jähriger weiter auf freiem Fuß. Es gebe keinen dringenden Tatverdacht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Freitag. Zudem lägen keine Erkenntnisse über eine fest gefügte dschihadistische Prägung des Mannes vor. Er soll seinen Kampfeinsatz in Syrien angekündigt haben und ist auf Fotos mit Waffen zu sehen.

Ermittler hatten in dem Zusammenhang am Donnerstag Gebäude in Neukölln und Friedrichshain durchsucht. Der Tschetschene sei in einer der durchsuchten Wohnungen angetroffen worden. Zu den Vorwürfen habe er sich nicht geäußert. Er sei nicht festgenommen worden.

Verdächtiger posierte mit AK-47

Durchsucht worden war nach einem entsprechenden Gerichtsbeschluss wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie des unerlaubten Waffenbesitzes. Zuvor waren nach Angaben von Ermittlern Fotos des Mannes bekanntgeworden, die ihn mit Waffen zeigen. Zudem soll der 28-Jährige seinen Kampfeinsatz in Syrien angekündigt haben.

Beschlagnahmt wurden in den Stadtteilen Neukölln und Friedrichshain Handys, ein Laptop, eine geladene Luftdruckwaffe, Datenträger sowie Gegenstände, die laut Waffengesetz verboten sind. Die Beweismittel sollen nun ausgewertet werden.
Auf den Bildern bei Facebook war der Mann den Angaben zufolge mit einem Sturmgewehr des russischen Typs AK47 zu sehen. Wer die Fotos eingestellt hat, war laut Staatsanwaltschaft noch unklar. (dpa)