„Everything is well“ steht in großen schwarzen Buchstaben auf ihrem weißen Shirt. Charlotte Baden* hat es an diesem Tag angezogen, um sich Mut zu machen. Am Morgen hat Facebook sie daran erinnert, was sie vor genau einem Jahr gepostet hatte: Corona-Ausbruch auf der Arbeit. Die Erinnerungen seien in ihr hochgekommen, sagt sie. Bilder von Menschen, die nach Luft ringen, von den Händen der Sterbenden, die sie festhält, von weißen Kastenwagen, in die die Toten geladen werden. Was sie in jenen Tagen im Dezember 2020 als Mitarbeiterin eines Pflegeheims in Brandenburg erlebte, endete wenige Wochen später mit ihrem psychischen Zusammenbruch.

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