Staunen kann man an vielen Orten in dieser Stadt. Man kann den Fernsehturm emporstaunen oder an der Spree entlang. Man kann breite Straßen bestaunen und kleine Verzierungen an alten Spreebrücken. Von der großen bis winzigen Kunst in den Museen, Galerien, Theatern, Opern und Konzerthäusern ganz zu schweigen.

Dienstagmittags in der Philharmonie gilt mein Staunen nicht dem Foyer, seinem Treppenschwung und dem schönen Licht. Dienstagmittags, wenn das Haus zum Lunchkonzert lädt, staune ich über die Menschen, die sich hier versammeln. Auf den Stufen und Stühlen, auf Decken und Jacken, in Rollstühlen und auf dem nackten Boden sitzen, liegen, stehen sehr alte und sehr junge Menschen. Reiche und solche, die wohl nicht mehr haben, als das, was sie bei sich tragen. Hoteltouristen und Backpacker. Elegante Damen und mit nicht weniger Sorgfalt zurechtgemachte Schlunztypen. Glitzermädchen und Bartträger. Mützenjungs und Frauen mit Kopftuch. Berliner, Neuberliner und Berlinbesucher. Paare, Gruppen, Freundinnen und allein reisende Männer.

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