Berlin - Was lange währt, wird – irgendwann mal – ein Haus. Palais am Brandenburger Tor ist der doch recht großspurige Name eines Wohnhauses, das in zwei Jahren in exponierter Lage in Mitte bezugsfertig sein soll. Am Freitag war Grundsteinlegung. Damit geht dort eine fast schon absurd lange Zeit des Stillstands zu Ende – und gleichzeitig endet unwiederbringlich ein besonders illustres Stück Berliner Zwischennutzungsgeschichte.

Um die Hintergründe des Neubaus zu verstehen, lohnt ein Blick zurück – mindestens bis ins Jahr 2005: Nach jahrelanger Debatte eröffnet auf einem brachen Areal auf dem früheren Grenzstreifen zwischen Hannah-Arendt-, Cora-Berliner-, Behren- und Ebertstraße das Denkmal für die ermordeten Juden Europas – für viele Berlinern einfach: Holocaust-Mahnmal. Dessen 2711 Stelen haben unterschiedliche Wirkung auf die Besucher.

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