Robert Shaw von den Prinzessinnengärten steht vor dem Café im Friedhof St. Jacobi in Berlin-Neukölln.
Foto: dpa/Jörg Carstensen

Berlin - Was haben die Humboldt-Universität, die evangelische Friedhofsverwaltung und die B.I.G. Holding gemeinsam? Sie alle unterstützen die Prinzessinnengärten in Neukölln. Das Kollektiv bewirtschaftet mit viel ehrenamtlichem Engagement einen Teil des St. Jacobi-Friedhofs an der Hermannstraße. Die Initiative Nomadisch Grün gGmbH betreibt seit 2009 den Prinzessinnengarten am Moritzplatz, doch dort habe es zuletzt zu wenig Platz und zu wenig Ruhe gegeben. Deshalb hat sie 2018 einen weiteren Prinzessinnengarten in Neukölln aufgebaut und ist 2019 umgezogen. Dort wird nun „Umweltbildung, gemeinsames, partizipatives Gärtnern und eine Schnittstelle zur Landwirtschaft“ angeboten, wie Lisa Dobkowitz von Nomadisch Grün aufzählt – unterstützt vom Senat und in Kooperation mit dem Evangelischen Friedhofsverband Stadtmitte als Eigentümer.

„Eigentlich wären wir ein super Kooperationspartner für das Umweltamt“, findet Dobkowitz – doch das Gegenteil ist der Fall: Das Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln sieht „widerrechtliche Eingriffe in Natur und Landschaft“ und schickte im Februar eine markige Rückbauanordnung. Durch die Anlage des Gemüsebeets sei „das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigt worden“, heißt es da und: „Die Toilette ist zurückzubauen.“ Eine Kompost-Toilette, wohlgemerkt. Sogar von einem „Verstoß gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung“ ist die Rede.

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