Die einzige Sozialarbeiterin ist seit Wochen krank, Kinder werden nicht betreut, die Gemeinschaftsküche ist ein „Nährboden für Bakterien“, die Sanitärräume bieten keine Intimsphäre. Und das Toilettenpapier wird rationiert. Die Zustände in manchen Flüchtlingsunterkünften entsprechen noch nicht einmal minimalen Standards. Das geht aus zwei Begehungsprotokollen des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) hervor, die der Berliner Zeitung vorliegen.

Mitarbeiter des Lageso kontrollierten Ende März unangekündigt die Gemeinschaftsunterkunft in der Scharnweberstraße in Reinickendorf sowie im November 2013 die Notunterkunft an der Wassersportallee in Grünau, nachdem das Netzwerk „Refugees Welcome in Treptow-Köpenick“ öffentlich auf Missstände aufmerksam gemacht hatte. Träger beider Einrichtungen ist die private „Professionelle Wohn- und Betreuungsgesellschaft“ (PeWoBe), die acht Flüchtlingsheime in Berlin betreibt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.