Am Alexanderplatz halten seit Samstagabend 29 Menschen eine Mahnwache ab. Die Teilnehmer sollen in den Hungerstreik getreten sein, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Flüchtlinge und ihre Unterstützer fordern die Abschaffung der Abschiebung sowie des Dublin-Abkommens. Diese Übereinkunft der EU-Staaten besagt, dass Flüchtlinge nur in dem EU-Land Asyl beantragen können, in welches sie zuerst eingereist sind.

Am Samstagabend waren nach Polizeiangaben rund 120 Teilnehmer einer Kundgebung an der Weltzeituhr vor das BCC (Berlin Congress Center) gezogen und hatten sich dort niedergelassen. Mittlerweile seien dort nun 29 Personen und sechs Betreuer, die sich um die Teilnehmer der Mahnwache kümmern. Auf einem Banner erklären sie, dass sie im Falle eines Misserfolgs ihres Protests bereit seien, für ihre Forderungen nach mehr Rechten auch zu sterben.

Bei den Flüchtlingen handelt es sich um neu nach Berlin gekommene Männer die zuvor in unterschiedlichen Heimen untergebracht waren. Ab Montag entscheidet die Versammlungsbehörde über das Vorgehen mit der Gruppierung. (BLZ)