Hinter Sichtblenden steht am Kottbusser Tor ein Lkw. Dort kam es zu einem Unfall zwischen dem Lkw und einer Radfahrerin. Die Frau wurde bei dem Unfall tödlich verletzt.
Foto: Paul Zinken/dpa

BerlinNach dem Unfalltod einer Radfahrerin am Kottbusser Tor in Berlin hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) mehr Schutz für Radler und Fußgänger gefordert. Gebraucht werde eine verpflichtende Sicherheitstechnik in Lkw, um Kollisionen zu verhindern, teilte der Verein am Donnerstag auf Twitter mit. Die 68-Jährige ist die erste tote Radfahrerin dieses Jahres in Berlin. Bislang starben in der Hauptstadt seit Jahresbeginn drei Menschen bei Verkehrsunfällen.

Beim Rechtsabbiegen eines Lasters war die 68-Jährige am Mittwoch von dem Fahrzeug erfasst und getötet worden. Die Frau fuhr auf dem Radweg. Gegen den 54 Jahre alten Lkw-Fahrer werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, teilte die Polizei mit. Der Mann musste seinen Führerschein zunächst nicht abgeben. Alles Weitere müsse ein Gericht entscheiden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Für die Tote war am Donnerstagabend (17.30 Uhr) eine Mahnwache geplant. Am Unglücksort sollte auch ein weißes Rad zum Gedenken aufgestellt werden. Der ADFC und der Verein Changing Cities wollten anschließend mit einer Fahrraddemo zum Bundesverkehrsministerium auf die Belange von Radfahrern und Fußgängern im Straßenverkehr aufmerksam machen.

Am Kottbusser Tor gab es bereits vor knapp zwei Jahren einen schweren Unfall beim Rechtsabbiegen eines Lkw. Eine 63-jährige Fußgängerin war an dem Verkehrsknotenpunkt von dem Laster erfasst worden. Die Frau starb noch am Unfallort.