Mahnwache nach Unfall: Berliner trauern mit Mutter um toten Radfahrer

Nach dem tödlichen Unfall eines Radfahrers in Neukölln sind am Donnerstagabend dutzende Menschen zu einer Mahnwache zusammen gekommen. Auch die Mutter des Toten und Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey waren zur Unfallstelle gekommen. Trauer, Hilflosigkeit und Fassungslosigkeit herrschten nach dem Unfall. An der Unfallstelle wurden neben einem weißen Fahrrad ein Foto des Opfers, Kerzen und Blumen niedergelegt. 

Am Mittwoch starb der 55-jähriger Radfahrer in Neukölln, nachdem er am späten Dienstagabend in die Autotür eines saudischen Diplomaten-Autos gefahren war. Er erlitt schwere Kopfverletzungen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hatte zu dem Gedenken aufgerufen.

Der 55-Jährige ist der 13. Verkehrstote dieses Jahres. Bisher sind drei Motorradfahrer, drei Autoinsassen, vier Fußgänger, zwei Radfahrer und ein weiterer Mensch gestorben. Im vergangenen Jahr starben 56 Menschen bei Verkehrsunfällen, darunter 17 Radfahrer.

Die Botschaft von Saudi-Arabien teilte am Donnerstagnachmittag mit, dass ob des "tragischen Verkehrsunfalls" bestürzt sei und den Angehörigen "tief empfundenes Beileid" ausspreche. 

(BLZ/dpa)