Rangsdorf/Potsdam - Der Maler und Grafiker Ronald Paris wird an diesem Montag 80 Jahre alt. Er schuf zu DDR-Zeiten Werke wie «Lob des Kommunismus», «Unsere Welt von morgen» und Triumph des Todes, Triumph des Lebens». Von 1985 bis 1991 war der gebürtige Thüringer Berliner Bezirksvorsitzender des Verbandes Bildender Künstler der DDR. Sein Triptychon «Dorffestspiele in Wartenberg» wurde 1961 von der SED-Führung kritisiert, weil die Darstellung der Arbeiter nicht deren Vorstellung entsprach.

Kritik musste Paris auch einstecken, weil er 1969 in einem Porträt den Arbeitersänger und Schauspieler Ernst Busch als müden, alten Mann zeigte. Das DDR-Kulturministerium kaufte das Werk auf, seitdem gilt es als verschollen. Paris lebt und arbeitet seit 1985 in Rangsdorf bei Berlin.

Ministerpräsident Matthias Platzeck gratulierte dem Künstler Paris zum 80. Geburtstag und wünschte dem Jubilar für das neue Lebensjahr Gesundheit, Schaffensfreude und «ungeschmälerte Weltenneugier», wie die Staatskanzlei am Sonntag in Potsdam mitteilte. Werke von Paris und anderen DDR-Künstlern sind seit Anfang August in der Potsdamer Ausstellung «Lebenswerke» zu sehen. Die Schau wird bis zum 6. Oktober gezeigt. (dpa/bb)