Berlin - In der Nacht zu Sonnabend wurden die Bundespolizei und die Berliner Feuerwehr zum Betriebsbahnhof Schöneweide alarmiert. Dort war es zu einem tödlichen Unfall sowie zu einem Brand gekommen.

Wie die Polizei am Samstagvormittag mitteilte, soll ein 32-jähriger Mann nach Zeugenaussagen kurz vor 1 Uhr am Betriebsbahnhof die Gleise überquert haben. Beim Versuch, auf den Bahnsteig zu klettern, soll er zurück auf die Gleise gerutscht sein, wo ihn eine einrollende S-Bahn trotz Notbremsung erfasste. Der 32-Jährige wurde schwer verletzt und starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus.

Auf dem Bahnsteig befand sich ein weiterer Zeuge. Der 39-Jährige gab der Polizei gegenüber an, mit dem 32-Jährigen und einem weiteren Mann, dessen Vornamen er nur kannte, unterwegs gewesen zu sein. Sie sollen Alkohol getrunken haben und der verunglückte 32-Jährige, sowie der Unbekannte sollen auf die Gleise gerannt sein, um dort ihre Notdurft zu verrichten. Wo der Unbekannte danach geblieben ist, konnte der Zeuge nicht sagen. Eine freiwillige Atemalkoholmessung bei dem 39-Jährigen ergab über zwei Promille.

Zeitgleich brennen Kabel

Währenddessen, gegen 1.20 Uhr, entdeckte die Feuerwehr in 200 Meter Entfernung nahe der Gleise an der Hagedornstraße brennende Kabelstränge. Nach etwa einer Stunde war das Feuer gelöscht.

Ob zwischen den beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, wird derzeit geprüft. Die weiteren Ermittlungen hat die Berliner Polizei übernommen. Der S-Bahnverkehr war in der Nacht für knapp zwei Stunden in beide Richtungen gesperrt. (BLZ/dpa)