Nach dem tödlichen Schuss eines Polizisten auf einen Mann im Neptunbrunnen hat eine Debatte um die Rechtmäßigkeit des Polizeieinsatzes begonnen. Wie berichtet, hatte sich der 31 Jahre alte Manuel F. am Freitag in dem Brunnen am Roten Rathaus die Arme aufgeschnitten und sich eine lebensgefährliche Verletzung am Hals zugefügt. Ein Polizist wollte den nackten Mann beruhigen und ihn von weiteren Verletzungen abbringen. Er stieg ebenfalls ins Wasser des Brunnens. Kurz darauf lief Manuel F. mit dem Messer fuchtelnd auf den Polizisten zu und drohte ihn zu erstechen. Der Polizist gab einen Schuss ab. Das Projektil durchschlug die Lunge des Opfers, das verblutete.

Viele Fragen sind bisher unbeantwortet. Hätte der verwirrt wirkende Mann nicht anders überwältigt werden können? Weshalb stieg der Polizist in den Brunnen und brachte sich selbst in diese gefährliche Situation? Warum schoss der Polizist dem Angreifer nicht in die Arme oder Beine? War der Einsatz verhältnismäßig? Weshalb wurde der Mann aus Weißensee nicht mit Pfefferspray oder mit dem Knüppel überwältigt und wo war das Spezialeinsatzkommando (SEK), das in solchen Fällen sonst alarmiert wird und über Taser verfügt, die den Gegner lähmen, aber nicht töten?

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