Der Weihnachtsmarkt an der Landsberger Allee wurde am Abend geräumt.
Foto: Morris Pudwell

Berlin-LichtenbergAuf einem Berliner Weihnachtsmarkt ist am Samstagabend ein Mann von einem Achterbahn-Waggon überrollt worden und gestorben. Er sei nach ersten Erkenntnissen ein Mitarbeiter der Achterbahn gewesen, die an der Landsberger Allee aufgebaut ist, sagte Feuerwehrsprecher Jens-Peter Wilke. Der Mann sei unter dem Waggon herausgezogen worden, Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben.

Bereits kurz nach dem Unglück hatte die Polizei gebeten, sich aus Gründen der Pietät nicht an Spekulationen zu beteiligen. Die Beamten nahmen Ermittlungen auf, gingen aber schon kurz nach dem Vorfall nicht von einer Straftat aus. Nach bisherigen Ermittlungen handelt es sich um einen Suizid, wie eine Sprecherin am Sonntag sagte. Die vier Menschen, die in dem Waggon saßen, seien psychologisch betreut worden. Die offizielle Eröffnung der Berliner Weihnachtsmärkte ist an diesem Montag. Traditionell beginnen die Märkte, die oft nicht nur Weihnachtliches verkaufen, sondern auch mit Rummelgeschäften Leute anlocken, erst nach dem Totensonntag.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben uns entschieden, in der Regel nicht über Selbsttötungen zu berichten, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund ist die hohe Nachahmerquote. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110-111 oder 0800-1110-222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus scheinbar aussichtslosen Situationen aufzeigen konnten.