Als Martin Luther King vor 50 Jahren nach Europa reiste, war er weltberühmt und höchst umstritten. Berühmt geworden in den USA durch den Busboykott in Montgomery Mitte der 50er Jahre, durch sein entschiedenes und fantasievolles Eintreten für den gewaltlosen Widerstand, dem Kampf wider die Diskriminierung der Schwarzen, wider soziale Ungerechtigkeit und Ausbeutung. Umstritten, weil er genauso entschieden gegen den Vietnamkrieg der USA stritt. „Wer das Böse widerspruchslos hinnimmt, unterstützt es in Wirklichkeit.“ Das war seine Überzeugung, gewachsen aus einem tiefen christlichen Glauben. Zur schicken Ikone taugte er dabei noch nie, zu sehr hat er stets mit sich gerungen, zu verzweifelt war er auch oft, so verzweifelt, dass er einmal, nach einem Bombenanschlag auf sein Haus, sich um die Erlaubnis für das Tragen einer Waffe bemühte, vergeblich.

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