Gunnar Lindemann, der das zweite Direktmandat in Marzahn-Hellersdorf für die AfD gewann, ist weniger scheu und erklärt sich zu einem Gespräch bereit. Wie seine Kollegin Bießmann ist auch Gunnar Lindemann über die Elternvertretung mit Politik in Berührung gekommen, dann kam die Flüchtlingskrise, vor einem Jahr trat er in die AfD ein. Als im Bezirksverband jemand gesucht wurde, der sich im Wahlkreis 1 als Direktkandidat aufstellen lässt, auf aus damaliger Sicht aussichtslosem Posten, meldete er sich als Einziger. Lindemann stand im Wahlkampf wochenlang auf der Straße, holte Parteiprominenz wie Beatrix von Storch an den Stadtrand, noch in der Woche vor der Wahl lief er mit der Sackkarre herum, um 5000 handgemachte Flyer zu verteilen. Auch er verdrängte einen erfahrenen Politiker der Linkspartei. Nur 300 Stimmen lagen zwischen ihm und seinem Konkurrenten Wolfgang Brauer, der knapp acht Prozent der Stimmen verlor.

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