Gegendemonstranten haben in Marzahn-Hellersdorf die Wahlkampf-Kundgebungen der rechtsextremistischen NPD mit Pfiffen und Buh-Rufen gestört. Die Partei hatte für Mittwoch insgesamt vier Kundgebungen in Marzahn-Hellersdorf angemeldet. Die Polizei zählte etwa 100 Gegendemonstranten.

Die NPD demonstrierte an der Köthener Straße, der Marzahner Promenade vor dem "Eastgate" sowie am Cecilienplatz und schließlich nördlich vom Alice-Salomon-Platz. Diese Kundgebung wurde gegen 16 Uhr beendet.

Von den 15 angemeldeten NPD-Teilnehmern kamen nur acht. Am Ende waren es nur noch sechs Teilnehmer. Unter ihnen waren der Berliner NPD-Vorsitzende Sebastian Schmidtke und der frühere Bundesparteichef und Köpenicker BVV-Verordnete Udo Vogt. Beide hetzten in ihren Wahlkampfreden gegen Ausländer und Asylbewerber. Die Reden gingen jedoch zwischen den Pfiffen und im Lärm der Gegendemonstranten unter. Ein großes Polizeiaufgebot trennte die Gegendemonstranten von der NPD. Nach Angaben eines Polizeisprechers waren rund 350 Beamte im Einsatz. Die Proteste seien friedlich verlaufen.

Ursprünglich hatte die Partei hatte geplant, ihre Schlusskundgebung vor dem neuen Flüchtlingsheim in der Carola-Neher-Straße zu veranstalten. Dies untersagte die Versammlungsbehörde der Polizei jedoch und verlegte die Kundgebung anderthalb Kilometer weiter weg.

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