Am U-Bahnhof Kottbusser Tor.
Foto: Markus Wächter

BerlinDer Infektiologe Peter Walger erklärte in einem Interview mit dem rbb, worauf man beim Tragen von Masken achten muss. Der wichtigste Grund, eine Maske zu tragen, ist laut Walger nicht der Schutz der anderen, sondern Eigenschutz. Stoffmasken hätten für Privatpersonen dieselbe Funktion mit der OP-Mundschutz für Ärzte. Erst als zweiter Grund diene die Maske dazu, andere vor den Tröpfchen zu schützen, die Sie ausatmen - falls Sie möglicherweise infiziert sind, ohne es zu wissen.

Zur Zahl der Masken sagte Walger: "Ich denke, wenn jeder drei Stoffmasken besitzt, ist das eine gute Zahl. Es reicht im Normalfall eine frisch gewaschene Maske pro Tag. Man sollte seine Maske aber nicht mit anderen teilen. Es sollte klar sein, wem welche Maske gehört - zum Beispiel durch eine Markierung oder einen bestimmten Haken zu Hause, an dem die Maske einer Person immer hängt."

Die Aufbewahrung des Masken sollte laut Walger nicht in einer Tasche erfolgen. Walger: "In einer Tasche kann die Feuchtigkeit vom Atmen nicht gut abtrocknen. Viren überleben dort deswegen länger. Außerdem berühren sich die Innen- und Außenseite der Maske, wenn Sie sie zusammenknüllen und in eine Tasche stopfen. Das gibt Viren, die möglicherweise auf der Außenseite sitzen, die Möglichkeit, sich auch auf der Innenseite zu verteilen. Wenn Sie die Maske dann später wieder aufsetzen, könnten Sie diese Viren einatmen."

Walger empfiehlt, Stoffmasken heiß zu waschen. Die Masken sollten daher aus kochfestem Stoff genäht sein. Dies könne "mehrlagige Baumwolle" sein,  "damit man sie bei mindestens 60 Grad waschen kann". Walger weiters: "Eine kurze Kochwäsche geht auch. Temperaturen ab 60 Grad töten beim Waschen alle Viren ab, die sich möglicherweise auf der Maske befinden. Alle anderen Verfahren wie Bügeln, Mikrowelle und so weiter sind weniger sicher. Man muss seine Maske auch nicht unbedingt jeden Tag waschen. Aber ich würde es empfehlen, damit man eine gewisse Routine kriegt."