Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Spandau haben sich eine Massenschlägerei geliefert und eine Panik ausgelöst. Dabei wurden nach Angaben eines Feuerwehrsprechers sieben Menschen verletzt. Der Polizei zufolge gab es keine Schwerverletzten.

Nach einer ersten Auseinandersetzung am späten Samstagabend zwischen mehreren Flüchtlingen sei ein Unruhestifter festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Die Lage beruhigte sich demnach zunächst, dann brach eine weitere Schlägerei in einer großen Menschenmenge aus. Es wurde mit Sitzgarnituren geworfen, Fenster wurden zerstört und Feuerlöscher entleert.

Hintergründe noch unklar

Dem Feuerwehrsprecher zufolge kam es wegen der Gewalt und der „Wolke aus den Löschgeräten“ zu einer Panik. Etwa die Hälfte der rund 1000 Bewohner lief ins Freie und wartete vor dem Gebäude im Spandauer Stadtteil Hakenfelde in der Kälte, bis sich die Lage beruhigte. Kurz nach Mitternacht waren alle Bewohner wieder drinnen. Rund 80 Polizisten waren im Einsatz. Sie nahmen mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung und Landfriedensbruchs auf. „Auch ein Dolmetscher wurde gerufen, um zu verstehen, was passiert ist“, sagte ein Sprecher. Die Hintergründe der Schlägerei blieben allerdings zunächst unklar.

Streit auch in Kreuzberger Flüchtlingsunterkunft

Einen weiteren Streit mit einem Verletzten gab es am Samstagabend zwischen zwei Bewohnern einer Kreuzberger Flüchtlingsunterkunft. Ein 18-Jähriger schlug mit einem Gürtel auf einen 17-Jährigen ein und fügte ihm damit eine Platzwunde am Hinterkopf zu, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Als ein Sicherheitsmitarbeiter einschritt, bedrohte ihn der leicht verletzte 17-Jährige zunächst mit einer abgebrochenen Glasflasche, ließ dann aber ab. Gegen den 18-Jährigen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung. (dpa)