Berlin - Das berichtete am Mittwoch Asisis Pressesprecher Karsten Grebe. Im Sommer dieses Jahres soll die 16 Meter hohe Rotunde eröffnet werden. Sie sieht von außen wie ein Miniatur-Gasometer aus. „Panometer“ wird das Ausstellungsgebäude genannt. Ein Kunstwort – zusammengesetzt aus Panorama und Gasometer. Asisis Panoramabild zeigt einen Blick aus der Mauerzeit von Kreuzberg über die Heinrich-Heine-Straße nach Mitte.

„So sehen wir an der Mauer spielende Kinder neben einem Graffiti-Maler oder Betrunkene an einer bunten Currywurstbude“, beschreibt Yadegar Asisi das Bild. „Es wird Einblicke in offenstehende Fenster in Ost- wie auch Westwohnungen geben, in denen die Bewohner ihrem alltäglichen Leben nachgehen: Fernsehen, Feste feiern oder Zeitung lesen.“

Rotunde steht neben dem neuen Freedom-Park

Die Besucher sollen das Werk von einer vier Meter hohen Plattform in der Rotunde anschauen können. Im Innenhof des Pergamonmuseums auf der Museumsinsel steht bereits eine ähnliche Rotunde Asisis, in der ein Bild von der antiken Stadt Pergamon zu sehen ist. Sie ist ein wahrer Publikumsmagnet. Bereits nach 19 Wochen hatten sich eine halbe Million Menschen das Bild angeschaut. Am Checkpoint Charlie dürfte das Interesse kaum geringer sein.

Die Verhandlungen zur Anmietung des Areals und zur Finanzierung des Projekts sind laut Grebe in der Endphase. Im Juli oder August soll das Panorama auf dem Areal nördlich der Zimmerstraße eröffnen. Das Werk soll dann mindestens ein Jahr lang zu sehen sein.

Auf der Fläche neben dem geplanten Panometer entsteht derzeit der sogenannte Freedom-Park. Das sind zunächst zehn Glaspavillons, die in den vergangenen Tagen am Rande eines gepflasterten Platzes aufgestellt wurden – und aus denen ab Ostern Berliner Currywurst und Bio-Essen verkauft werden soll, wie der Projektverantwortliche Patrice Lux am Mittwoch berichtete. Auch ein Laden für Mauer-Utensilien ist geplant. Insgesamt 25 Mauerteile sollen auf dem Gelände aufgestellt werden.

Ein Teil von ihnen wird bemalt sein, die anderen werden noch vor Ort gestaltet, so Lux. Für den Freedom-Park wurde auf einer Länge von 80 Metern die Freiluftausstellung über den Checkpoint Charlie an der Zimmer-/Ecke Friedrichstraße abgebaut. Die wichtigsten Tafeln sollen in die erhalten gebliebene Freiluftausstellung auf der anderen Straßenseite integriert werden. Die Freiluftausstellung wird vom Forum für Geschichte und Gegenwart betreut. Es will im Sommer eine Infobox eröffnen, in der die Besucher über den Kalten Krieg ins Bild gesetzt werden.