Man hätte es sich denken können: Dass genau an diesem Ort, an dem die Stadt einst für Jahrzehnte geteilt war, noch unterirdische Reste der jüngsten deutsch-deutschen Geschichte zu finden sind. Hinweise gab es einige, sagen Experten wie der Archäologe und Mauerforscher Torsten Dressler. Jetzt liefert er den praktischen Beweis.

Mit seinem Grabungsteam hat Dressler am Eingang zum Mauerpark einen bedeutenden archäologischen Fund freigelegt, der bisher einmalig in der Geschichte Berlins ist: Einen Fluchttunnel, der einst 80 Meter vom Westen in den Osten führte, Teile eines unterirdischen Meldesystem der DDR-Grenztruppen und Gebäudereste des früheren Nordbahnhofs, an den Berliner Mauer einst reichte. Freigelegt wurde zudem eine etwa 20 Tonnen schwere Betonplatte mit massiven Stahlträgern, die früher aus der Erde ragten und nach dem Mauerbau einen Grenzdurchbruch in den Westteil verhindern sollten.

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