Hinterlandmauer in Pankow 
Foto: Gerd Engelsmann 

Berlin-Pankow  Fünf bunt bemalte Mauersegmente in der Pankower Dolomitenstraße sind jetzt offiziell Denkmal. Das längst vergessene und zu großen Teilen bereits abgerissene Stück der Berliner Mauer wurde so vor dem vollständigen Verschwinden bewahrt. 

Noch vor kurzem stand hier im Berliner Norden, von den meisten unbemerkt, einer der größten zusammenhängenden Originalabschnitte der Berliner Mauer. Obwohl Historiker mahnten, wurde ein Großteil der ursprünglich 60 Meter langen Betonsegmente abgerissen, um Platz für Neubauten zu schaffen.

Denkmalschützer wurden erst jetzt tätig und stellten die verbliebenen zehn Meter unter Denkmalschutz. Bei dem Mauerstück handelt es sich um den Rest der sogenannten Hinterlandmauer in Pankow, teilte die Stiftung Berliner Mauer mit. Neben der Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße stehen noch etwa 30 andere Mauerabschnitte unter Denkmalschutz. Der mit 1300 Metern längste Teil ist die von Künstlern gestaltete East Side Gallery an der Spree zwischen Kreuzberg und Friedrichshain.

Die Abschnitte der Mauer abseits des Stadtzentrums in der Dolomitenstraße sind kaum bekannt. Sie gehörten zur sogenannten Vorfeldsicherung des Grenzstreifens und grenzten unmittelbar an Wohnbauten. Gemeinsam bemühen sich das DDR-Museum und die Stiftung Berliner Mauer nun darum, dass die Mauersegmente zukünftig durch eine Hinweistafel erläutert werden.