Das war’s erst mal mit dem Ostsee-Urlaub. Feriengäste müssen in Mecklenburg-Vorpommern zwei Wochen in Quarantäne. Da lohnt dann auch die Strandkorbvermietung nicht mehr.
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BerlinJetzt ist es offiziell: Diese Herbstferien verbringen Berliner nicht an der Ostsee. Mecklenburg-Vorpommern hat am Donnerstagabend im Eilverfahren die Corona-Regelungen geändert. Fazit: Keine Ausnahmen für Urlauber aus Berlin. Auch Einkaufsfahrten und touristische Besuche in Risiko-Gebieten ziehen eine 14-tägige Quarantäne nach sich.

Die vergleichsweise strikten Einreisebeschränkungen für Touristen nach Mecklenburg-Vorpommern wurden nicht gelockert. Wer aus einem Risikogebiet kommt, muss in 14-tägige Quarantäne – auch wenn man bei Freunden oder in seinem Zweitwohnsitz unterkommt. Außerdem und zusätzlich müssen Berliner, die in ihrem Übernachtungsquartier abkommen, einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Wer nach fünf bis sieben Tagen einen zweiten negativen Test vorlegen, der ebenso wie der erste selbst zu bezahlen ist, kann die Quarantänezeit verkürzen. Aber so werden wohl die wenigsten die Reise ans Meer überhaupt antreten.

Arbeit in Risikogebieten bleibt erlaubt

Eine Ausnahme soll es geben: Besuche bei Mitgliedern der Kernfamilie. Darunter fallen nach Definition der Landesregierung „Ehegatten, eingetragene Lebens­partner, Lebens­gefährten, Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister und Urenkel“. Allerdings: Wer sie besucht, für den dürften Ausflüge, Restaurantbesuche und Co. dennoch tau sein. Außerdem muss man sich unverzüglich nach Ankunft beim örtlichen Gesund­heits­amt melden.

Der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf, geht davon aus, dass Urlauber nur in Einzelfällen die geforderten Einreisevorgaben auf sich nehmen und stattdessen erst gar nicht anreisen.

Gute Nachrichten gibt es aber für Pendler: Demnach dürfen diejenigen, die in Regionen arbeiten, die zum Risikogebiet erklärt wurden, dort weiter ohne Einschränkung tätig sein. Das teilte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Donnerstagabend nach einer kurzfristig anberaumten außerordentlichen Kabinettssitzung mit.

Die neuen Regelungen wurden unverzüglich wirksam. Ausschlaggebend für die abendliche Schaltkonferenz der Minister war, dass in Berlin am Donnerstag für die gesamte Stadt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage auf 52,8 gestiegen war. Die Marke von 50 gilt als ein zentrales Kriterium für die Beurteilung der Corona-Lage. Berlin ist Arbeitsort auch für zahlreiche Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern.