Potsdam. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Carlo Weber, soll nach Medienberichten neuer Chef des Verfassungsschutzes in Brandenburg werden. Behördenleiterin Winfriede Schreiber (67) geht Ende Mai nach fast acht Jahren in den Ruhestand. Es läuft ein Ausschreibungsverfahren für die Nachfolge. «Märkische Allgemeine» und «Potsdamer Neuste Nachrichten» berichten am Donnerstag übereinstimmend, Weber sei der aussichtsreichste Kandidat. Das Innenministerium kommentierte die Berichte nicht. «Es bedarf der Zustimmung des Kabinetts. Solange die Personalentscheidung nicht getroffen ist, äußern wir uns nicht», sagte ein Sprecher.

Als möglicher Nachfolger war bislang auch immer wieder Gordian Meyer-Plath, Leiter des Referats «Auswertung politischer Extremismus» beim Verfassungsschutz, genannt worden. Er hatte im Sommer 2012 die kommissarische Leitung des Verfassungsschutzes in Sachsen übernommen - nach dem Rücktritt von Reinhard Boos im Zusammenhang mit den Ermittlungen zur Neonazi-Terrorzelle NSU. Die Abordnung von Meyer-Plath wurde zu Jahresbeginn bis 31. Juli verlängert. (dpa/bb)