Berlin - Professionelle Moderatoren reden mit der gleichen (gut gespielten) Begeisterung über Medienpreise, Hydrokulturgranulat und Flanschmuffen, wenn nur das Honorar stimmt. Im besten Fall entsteht eine freundliche Routine und alle, die das hören, denken sich: „Hätte ich auch gern, diesen Medienpreis!“ (Oder das Hydrokulturgranulat, oder die Flanschmuffe). Aber manchmal denkt sich der Gastgeber einer Gala auch etwas bei der Besetzung des Moderatorenpostens.

Bei der Verleihung der Goldenen Henne am Mittwochabend im Theater am Potsdamer Platz sorgte diese Personalentscheidung für eine familiäre Grundstimmung. Die Sängerin und Moderatorin Inka Bause hatte sich dafür nämlich nicht durch ihre RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ qualifiziert, sondern durch ihre Herkunft. Als Kind saß sie auf dem Schoß der Entertainerin Helga „die Henne“ Hahnemann, zu deren Erinnerung die Goldene Henne seit 1995 verliehen wird. Inka Bauses Vater, der Komponist Arndt Bause, schrieb nämlich Hits wie „Jetzt kommt dein Süßer“ und „Wo is mein Jeld“ für die 1991 verstorbene Helga Hahnemann, die quasi zur Familie gehörte. Die Moderatorin sagt ganz nachvollziehbar: „Ich stecke da ganz persönlich drin.“

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