Berlin. Rund 2300 Beschwerden gehen pro Jahr nach Angaben des Senats gegen Berliner Polizisten ein. In den vergangenen fünf Jahren waren es 11 532 Beschwerden, wie aus einer Antwort der Innenverwaltung auf eine Parlamentarische Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber hervorgeht, die der «Bild»-Zeitung vorab vorlag (Dienstagausgabe).

In mehr als einem Drittel der Fälle (36 Prozent) rügen die Bürger die Maßnahme an sich. In jedem fünften Fall (20 Prozent) kritisieren sie die Untätigkeit der Beamten. In 16 Prozent beschweren sie sich über den Tonfall oder die Argumentation der Polizisten. Fehlende oder keine Rechtsgrundlage monieren danach 8 Prozent der Bürger, die sich an die Beschwerdestelle bei der Polizei wenden. Diese wurde bereits im Jahr 2003 eingerichtet.

697 Beschwerden hatten bisher für die Polizisten Konsequenzen: In 568 Fällen wurden Strafermittlungen eingeleitet, in 129 Fällen erfolgte eine dienstrechtliche Prüfung. Die Hälfte aller Streitfälle konnte aber mit einem Gespräch geschlichtet werden, wie die Innenverwaltung mitteilte. Mehr als 50 Prozent waren innerhalb von 14 Tagen beigelegt. (dpa/bb)