Berlin - Eltern werden bald mehr Geld für das Schulessen ihrer Kinder zahlen müssen. Senat und die Regierungsfraktionen von SPD- und CDU gehen nach Informationen der Berliner Zeitung davon aus, dass das Grundschulessen statt bisher zwei Euro künftig 3,15 Euro pro Portion kosten soll. Damit reagiert die Politik auf die vom Senat selbst in Auftrag gegebene Studie der Hamburger Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Arens-Azevedo. Laut Studie müsste das Grundschulessen mindestens 3,17 Euro pro Portion kosten, um die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu erreichen.

„Die Koalition wird beim Thema Schulessen gesetzgeberisch aktiv werden“, kündigte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Torsten Schneider jüngst bereits im Haushaltsausschuss an. Statistisch gesehen zahlen Eltern derzeit monatlich 23 Euro für das Schulessen, 17 Euro zahlt das Land. Erhöht man nun bei gleichbleibenden Anteilen den Essenpreis auf 3,15 Euro, müssten Eltern monatlich 14,50 Euro zusätzlich zahlen. Sie kämen also insgesamt auf einen Monatsbeitrag von immerhin 37,50 Euro. Die jährlichen Mehrkosten für das Land beliefen sich auf 6,5 Millionen Euro.

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