Die Berliner S-Bahn hat am Montag die erste neue S-Bahnwache für ihr Sicherheitspersonal vorgestellt. Sie soll für mehr Sicherheit auf dem Berliner Bahnhof Gesundbrunnen im Norden der Stadt sorgen. Auch auf anderen großen Umsteigebahnhöfen soll es künftig derartige S-Bahnwachen, angelehnt an kleine Polizeiwachen, geben.

An diesen Bahnhöfen entstehen sie:

„Unsere Sicherheitskräfte sollen zu jeder Zeit dafür sorgen, dass alle Fahrgäste immer mit gutem Gefühl unterwegs sind“, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner. Mindestens eine Zweierstreife je Bahnhof soll immer unterwegs sein. Die Wachen sind rund um die Uhr besetzt. Verkehrs-Staatssekretär Jens-Holger Kirchner deutete an, dass weitere Wachen hinzukommen könnten, wenn sie sich bewähren sollten.

Mehr Sicherheitskräfte auch in den Bahnen selbst

Auch in den S-Bahn-Zügen sollen mehr Sicherheitskräfte mitfahren, vor allem abends und nachts. Der neue Einsatzplan sehe etwa doppelt so viele Fahrten mit Begleitung vor wie bisher. Pro Tag werde die S-Bahn nun in ihrem Bereich bis zu 340 Sicherheitsleute einsetzen, 90 mehr als bislang, sagte Buchner. Die Teams werden von insgesamt bis zu 20 speziell ausgebildeten Hunden unterstützt.

Die S-Bahnwachen in den fünf Kreuzungsbahnhöfen mit besonders vielen Fahrgästen sind Teil des Sicherheitskonzepts, das im jüngsten Verkehrsvertrag vereinbart wurde, der bis Juni 2027 gilt. Buchner und der Präsident der Bundespolizeidirektion Berlin, Thomas Striethörster, sprachen von einem hohen Sicherheitsniveau in der S-Bahn. Konkrete Angaben zu Straftaten an Berliner Bahnhöfen oder in Zügen machten am Montag weder die S-Bahn noch die zuständige Bundespolizei.

Früher saß in fast jedem S-Bahnhof ein Zugabfertiger. Um Geld zu sparen, wurde das Personal aber nach und nach abgezogen. Erst in den vergangenen Jahren wurden nach vielen Beschwerden von Fahrgästen wieder mehr Streifengänge von Polizisten und Wachleuten in Bahnhöfen eingeführt. (BLZ/dpa)