Berlin - Die Pandemie prägt die Sprache. Durch permanente Wiederholung rücken Begriffe ins öffentliche Bewusstsein, die vorher kaum eine Rolle spielten. „Vulnerabel“ ist so ein Modewort der Corona-Ära, meist gebraucht in Kombination mit Gruppen, Personen, Senioren. Gemeint ist die Anfälligkeit für Covid-19, für die gefürchteten Mutationen des Virus und für den schweren oder gar tödlichen Verlauf einer Infektion. Vulnerabel heißt demnach: besonders schützenswert und im Zweifelsfall zu isolieren.

Das ist die politische Sicht, die Sicht von Medizinern und Medienmachern. Für Berlin gibt es nun erstmals Anhaltspunkte, wie die sogenannten vulnerablen Gruppen, Personen, Senioren selbst zu dem besonderen Schutz stehen, der ihnen zuteil wird. Das Unionshilfswerk hat eine Umfrage initiiert, ihr Titel lautet: „Betroffenen eine Stimme geben“. Gefragt wurden Bewohner von Pflegeheimen in der Stadt unter anderem dazu, ob sie von Angehörigen besucht werden möchten trotz des Risikos, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Das Ergebnis: Die Mehrheit möchte dies.

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