Wenn Sie im Unterricht Auszüge aus Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“ lesen, reagieren die Schüler mit immergleichen Fragen auf die Lektüre: Haben die Menschen dieses Buch damals wirklich gelesen? Hätten sie dann nicht wissen müssen, dass es später Krieg geben wird und die Juden ermordet werden? Das berichtet der Geschichtslehrer Robert Rauh, der am Lichtenberger Barnim-Gymnasium unterrichtet. Oft würden sich seine Schüler auch über die krasse Sprache und seltsame Formulierungen wundern.

Erstmals erscheint nun eine komplette Neuausgabe von Hitlers „Mein Kampf“, wissenschaftlich kommentiert, und wird frei in Buchläden und im Internet verkauft. Die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat darauf hingewiesen, dass dieses Buch auch im Schulunterricht verwendet werden darf: „Wenn diese Quellen entsprechend in den Geschichts- oder Ethikunterricht eingebettet werden, können sich Lehrer dieser kommentierten Fassung bedienen.“ Unterrichtsziel müsse es sein, Rechtsextremismus zu bekämpfen und die NS-Ideologie zu entlarven.

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