Ich bin Hadja Kitagbe Kaba. Ich komme aus Guinea, Westafrika. Ich bin 1985 nach Deutschland gekommen, weil ich verheiratet war. Mein Mann wollte zuerst nach Frankreich, dann nach Berlin, und bei uns sagt man: Die Frau ist die Sklavin des Mannes. Sie folgt ihm immer.

Als meine älteste Tochter 18 wurde, wollte sie nach Afrika, um ihre Wurzeln kennenzulernen. Da war ich geschieden, mit vier Kindern, das war nicht so einfach. Ich habe ein Ticket auf Raten gekauft. Danach hatte ich kein Geld mehr. Ich habe von der Sozialhilfe gelebt und meiner Sachbearbeiterin erzählt, dass ich alles Geld gespart und für meine Tochter das Flugticket gekauft hatte. Sie wollte mir helfen und hat einen Zuschuss beantragt. Stattdessen musste ich das Geld zurückzahlen. Das war eine Katastrophe. Seitdem wollte ich einen Verein gründen, der Afrikanern im Ausland hilft.

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